Schüsse auf gegnerische Spieler

Fortnite ist bei uns an der Schule vor allem in der Mittelstufe das aktuelle Spiel schlechthin.

Es gibt zwei Varianten davon, einmal die kostenpflichtige Variante. Hier geht es darum, eine Festung (Fort) aufzubauen und diese gegen Zombies zu schützen. Diese Variante ist allerdings nicht so beliebt.

Die andere Variante ist demgegenüber kostenlos und  wird ausschließlich online gespielt.  Es beruht auf dem Battle Royal Prinzip, d. h. hier in diesem Fall, dass bis zu 100 Spieler zusammen auf einer Insel ausgesetzt werden, die sich gegenseitig töten sollen. Gewonnen hat derjenige, der als einziger überlebt. Erfreulicherweise spart sich der Produzent extrem brutale Szenen, allerdings muss man auch sagen, dass es letztlich nur eine Handlungsoption gibt: Man muss die Gegner töten! Um zu vermeiden, dass sich Spieler auf Dauer verstecken, wird nach einer gewissen Zeit das Spielgebiet durch einen Sturm immer kleiner.

Teilweise spielen die Spieler bis zu einem bestimmten Punkt gemeinsam sprechen sich dann auch in Chats ab, doch am Ende muss sich auch diese Gruppe bekämpfen, um das Spiel erfolgreich abzuschließen.

Prinzipiell ist das Spiel bereits ab zwölf Jahren freigegeben, allerdings gibt es auch zum  Teil Empfehlungen – so der Spieleratgeber NRW – ab14 Jahren, da der Survivalmodus nicht ganz unproblematisch ist und man erst mit 14 Jahren das Geschehen als ein fiktionales Geschehen einordnen kann.

Ich habe in den Blog den Trailer beigefügt, damit man sich einen ersten Eindruck machen kann, allerdings besteht auch die Möglichkeit sich sog. Letsplays dazu anzuschauen, um das Spiel hautnah mitverfolgen zu können.

 

Was müssen Eltern beachten?

  • Machen Sie sich bewusst, dass Kinder keine kleinen Erwachsenen sind. Wenn Sie selbst das Spiel als harmlos empfinden, kann das für Kindern deutlich belastender als für Erwachsene sein.
  • Spieler jeden Alters können hier miteinander spielen, es ist also denkbar, dass Zwölfjährige zusammen mit Erwachsenen spielen. Es wird beim Anlegen des Accounts nicht nach dem Alter gefragt, es findet keine Überprüfung des Alters statt.
  • Es besteht die Gefahr von Cybermobbing bzw. Cyber-Grooming. Der Begriff des Cybermobbings ist zwar vielen bekannt, Cyber-Grooming eher weniger. Damit wird ein Phänomen bezeichnet, in dem pädophile Erwachsene versuchen, in Kontakt mit Jüngeren zu kommen. Meine Schüler berichten immer wieder von Situationen, in denen z.B. laut in das Mikrophon geatmet wird, ordnen dies aber oft eher als einen Versuch ein, die anderen Spieler zu nerven. Aber es gibt durchaus Versuche, mit Kindern wirklich in Kontakt zu treten, wobei es nicht zwangsläufig bei der virtuellen Kontakten bleiben muss.
  • Hier wäre die prinzipielle Empfehlung, darauf zu achten, dass die Schüler in geschlossenen Gruppen spielen bzw. nur mit Spielern zusammen spielen.
  • Fortnite ist zwar comichaft dargestellt und kommt ohne blutige Splatterszenen aus, aber es ist ein gewalttätiges Spiel.

Tipps für Eltern

  • Wenn Sie ihr Kind solche Spiele spielen lassen, sollten Sie mit ihnen die möglichen Probleme besprechen und wie man in bestimmten Fällen darauf reagieren sollte. Wenig hilfreich ist es übrigens, bei Problemen ein generelles Verbot auszusprechen. Ihre Kinder würden es vermeiden, sich bei Problemen an Sie zu wenden, wenn sie solche Sanktionen erlebt hätten.
  • Ihre Kinder sollten wissen, wie man unangebrachtes Verhalten melden kann. Schauen sie sich das am besten gemeinsam an, vielleicht spielen Sie selbst mal eine Runde, dann wissen Sie auch, um was es geht.
  • Legen Sie klare Regeln fest, das betrifft auch den Zeitumfang, den die Kindern in dieser virtuellen Welt sein dürfen. Eltern und Kinder sollten sich an diese Regeln halten.

Quellen:

2 Responses

  1. “ doch am Ende muss sich auch diese Gruppe bekämpfen, um das Spiel erfolgreich abzuschließen.“
    Man kann als Gruppe gewinnen! Ohne sein Team zu bekämpfen!

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